Aufbruch in Darwin: Eine Geschichte aus Australien

Pfarrer Dave Callaghan MGL mit seinen Jugendleitern in der Holy Spirit Parish, Darwin, Australien. Internet.
Pater Mykhailo Ozorovych, Holy Eucharist Cathedral New Westminster, Kanada. Internet.

Als er in die Pfarrei kam, sagten einige örtliche Priestern zu Pfarrer Dave:
„Erwarte nicht, dass in Darwin etwas passiert.“

Jacqueline Marie | 20. August 2025

Vor sechs Jahren übernahm Pfarrer Dave Callaghan zum ersten Mal die Rolle eines Pfarreipriesters. Als Mitglied der Missionare der Göttlichen Liebe hatte er sich zuvor um die Ausbildung von Novizen gekümmert. Nun wurde er nach Australien geschickt, nach Darwin, in die Holy Spirit Parish.

Darwin ist eine sehr abgelegene Stadt, die fast 4.000 km von großen Städten wie Melbourne oder Sydney entfernt ist. Hier leben 53 % der Bevölkerung des australischen Bundesstaates Northern Territory, insgesamt sind es weniger als 200.000 Menschen.

Als er in der Pfarrei ankam, sagten ihm einige örtliche Priester: „Erwarte nicht, dass in Darwin etwas passiert.“

Pfarrer Dave erklärt: „Die Stadt ist sehr weit entfernt von den großen Städten und hat dadurch seine eigene, einzigartige Kultur. Viele Menschen, die nach Australien einwandern, ziehen nach Darwin.”

40 % der Menschen in seiner Pfarrei sind erst seit weniger als fünf Jahren dort. Wenn die Menschen in andere Städte weiterziehen, kommt es oft zu einem Wechsel in der Pfarrei– und damit wechseln auch oft die Freiwilligen und Leiter.

Darwin+map+2

Pfarrer Dave hatte bereit von Divine Renovation gehört: Pfarrer Chris Ryan, ein Mitpriester seiner Priestergemeinschaft, hatte die Prinzipien von Divine Renovation jahrelang in seiner Pfarrei St. Declan in Penshurst angewendet und blickte dort mittlerweile auf eine blühende missionarische Pfarrei. Obwohl er die Grundprinzipien der Pfarreierneuerung bereits kannte, hatte Pfarrer Dave also nur theoretische Erfahrung damit.

Er begann ein Coaching mit Divine Renovation und arbeitete an der praktischen Umsetzung der Prinzipien. Er sagt rückblickend: „Divine Renovation hat uns einen Fahrplan gegeben … es ist nicht einfach ein Modell, das man anwendet. Nein, es berücksichtigt, dass jeder Ort sehr unterschiedlich und individuell ist.“

„Wir haben mit unserem Coach zusammengearbeitet, um zu erkennen, wie sehr sich unsere Pfarrei von anderen unterscheidet. Es ist eine sehr dynamische Gemeinschaft, sehr multikulturell und mit ganz eigenen Herausforderungen. Aber es geht darum, zu schauen, wie wir die Prinzipien von Divine Renovation auf unseren eigenen Standort übertragen können.

„Divine Renovation hat uns einen Fahrplan gegeben … es ist nicht einfach ein Modell, das man anwendet. Es berücksichtigt, dass jeder Ort sehr unterschiedlich ist.“

Pfarrer Dave berichtet, dass er, als er den Weg der Erneuerung eingeschlagen hatte, entdeckte, dass „die Menschen einfach hungrig waren … Ich glaube, sie wollten wirklich mehr … es gab diese echte Hoffnung.“

Die Jünger reparierten ihre Netze, als Jesus sie rief … Pfarrer Dave verbindet diese Metapher mit Evangelisierung: „Wir wissen, dass durch die Löcher in unseren Netzen Fische kommen, aber wir sind nicht in der Lage, sie zu halten. Deshalb müssen wir unsere Gemeinschaft zusammenbringen und wirklich alles vorbereiten, damit wir Menschen willkommen heißen können.“

Pfarrfest in der Holy Spirit Parish

Als er erstmalig in der Pfarrei ankam, empfand er die Messe als eine Art reine Tankstelle für viele Menschen in der Pfarrei. Er erinnert sich: „Jeder klammerte sich irgendwie nur an seine eigene kleine kulturelle Gruppe.“ Durch den Fokus auf Gastfreundschaft hätten die Menschen nun plötzlich die Möglichkeit, ihre Kultur mit allen anderen zu teilen, und sie seien wirklich stolz darauf geworden.

„Plötzlich meldeten sich Menschen freiwillig für Dienste in der Pfarrei. Menschen, die in der Kirche nie den Mund aufgemacht hatten, nie, nie mit jemandem gesprochen hatten – sie hatten nun das Gefühl, etwas beitragen zu wollen.“

„Fünf Jahre später befinden wir uns in einer Situation, in der sich die gesamte Kultur in der Gemeinde verändert hat.“

Ruschelle, ein Mitglied des Leitungsteams von Pfarrer Dave, ist seit 2013 dabei. Sie ist auf den Philippinen geboren und aufgewachsen und arbeitete zuvor in Singapur, bevor sie nach Darwin kam. Sie erzählt: „Ich habe den Unterschied gesehen … es gibt wirklich eine spürbare Veränderung.“ Sie erklärt: „Ich liebe es wirklich, katholisch zu sein, daher ist es mir grundsätzlich egal, wie die Kirche ist, ich würde trotzdem hingehen.“

Sie erinnert sich, dass sie in ihren ersten Jahren in der Pfarrei dachte: „Das ist die ‚Heilig Geist Pfarrei‘, aber es scheint, als wäre der Heilige Geist nicht hier.“ Sie lobt die Missionare der Göttlichen Liebe: „Sie sind hierher gekommen und sie sind so sehr vom Heiligen Geist erfüllt … Allerdings gab es keine Struktur. Ich glaube, das hat dann Divine Renovation geschaffen.“

Ruschelle sagt: „Ich kann wirklich sagen, dass die Prinzipien von Divine Renovation sehr effektiv sind.“ Die Offenheit von Pfarrer Dave für die Mission sei zwar wichtig gewesen, es komme aber letztendlich nicht darauf an, dass ein Priester einem bestimmten Schema entsprechen müsse, damit Erneuerung stattfinden könne: „Es geht nicht mehr um die Persönlichkeit eines Priesters“, fährt sie fort, „es setzt sich etwas in Bewegung, und ich glaube, dass das wirklich das Gebet ist, die Offenheit des Priesters und Divine Renovation als Leitfaden.“

Sie hat den kulturellen Wandel persönlich erfahren – im Jahr 2018 war sie bereits seit langem Mitglied der Pfarrei und engagierte sich in der Kirche, als bei ihr Krebs diagnostiziert wurde. Heute sagt sie über diese Zeit: „Niemand in der Pfarrei hat mir geholfen.“ Ruschelle hat vor Kurzem erlebt, dass heute das Gegenteil der Fall ist. Als sie wegen einer Blinddarmoperation ins Krankenhaus musste, erfuhr sie großen Rückhalt aus der Pfarrei.

Ruschelle, vor dem Gebäude der Heilig Geist Pfarrei

Evangelisierung war einer der Motoren des kulturellen Wandels in der Pfarrei. Pfarrer Dave berichtet: „Wir haben eine Reihe von Menschen, die gerade zum ersten Mal mit dem Glauben in Berührung gekommen sind. Insbesondere beobachten wir das in der Gruppe junger Erwachsener, die durch Alpha eine wirklich großartige Erfahrung gemacht haben.“ Pfarrer Dave sieht, wie Menschen eine „echte Bekehrung“ erleben. „Was mich wirklich hoffnungsvoll stimmt, ist die Tatsache, dass wir uns jetzt in einer Situation befinden, in der wir Pfarreimitglieder haben, die sie begleiten können.“ Der Fokus auf Jüngerschaft und das Investieren in Leiter bedeute, dass es jetzt eine Grundlage gebe, auf die man sich stützen könne, sagt Pfarrer Dave: „Es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die diesen Weg selbst gegangen sind und nun bereit sind, andere Menschen im Glauben zu begleiten.“

Ob die Gründung eines Leitungsteams, die Durchführung von Alphas und die Einbindung der ganzen Pfarrei in die Vision, missionarisch zu werden: „Unter der Oberfläche gab es diesen echten Hunger … Seitdem ist es irgendwie immer besser geworden. Fünf Jahre später befinden wir uns in einer Situation, in der sich die gesamte Kultur in der Pfarrei verändert hat.“

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